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   Stand: 22.11.2008
Eine kleine Bitte  
 


Meist ist es Gedankenlosigkeit eines Hundebesitzers wenn er andere Mitmenschen (und Hunde) in Bedrängnis bringt. Deshalb möchte ich Ihnen gerne ein paar Gedanken ans Herz legen, nehmen Sie sich bitte kurz Zeit darüber nachzudenken und zu entscheiden ob nicht das Eine oder Andere wert wäre es umzusetzen.

1. Leinen sie Ihre/n Hund/e bitte an wenn ihnen ein angeleinter Hund entgegen kommt, es sei denn sie würden um 500 Euro wetten, daß er bei Ihnen bleibt.

Nicht alle Hunde sind mit anderen Hunden verträglich. Vielleicht wurde der angeleinte Hund irgendwann einmal von einem freilaufenden Hund angegangen und hat Angst. Evtl. ist der andere Hund sehr unsicher und reagiert aggressiv. Es wäre auch möglich, daß der andere Hund fremde Hunde erst nach einem längeren Begrüssungszeremonial akzeptiert, toleriert usw. Oder die Beiden können sich einfach auf den ersten Blick nicht leiden. Und dann gibt es noch die Möglichkeit, daß der entgegenkommende Hund krank ist und Schmerzen hat (was ihn evtl. überreagieren läßt).
Auf jeden Fall bringen sie den angeleinten Hund incl. Besitzer in eine unangenehme und für beide ärgerliche Situation.

Zudem lernt ihr Hund in dem Moment leider auch noch: dieses Kommando hat in Hundebegegnungssituationen keine Bedeutung.

2. Leinen sie ihren Hund bitte an wenn ihnen ein angeleinter Hund am Fahrrad laufend begegnet, es sei denn, sie würden um 500 Euro wetten, daß er bei Ihnen bleibt.

Die Verletzungsgefahr bei einem Sturz vom Fahrrad, ist für den Radfahrer und seinen Hund ist sehr groß. Dazu kommt noch, daß der andere Hund in seiner Beweglichkeit stark eingeschränkt und nicht so schnell vom Rad wegkommt wie es für seine "Selbst"-sicherheit notwendig wäre; d. h. der am Rad laufende Hund ist eher unsicher und könnte daher überreagieren.
Die in der Zwischenzeit üblichen Halterungen am Fahrrad finde ich persönlich sehr gut, da sie alle mit einer Ruckdämpfungsfeder ausgestattet sind und so plötzliche Brems- oder auch Durchstartmanöver des Hundes gut abfedern. Da die Hunde jedoch direkt dort angeleint werden entfällt auch das "einfach die Leine los lassen", d.h. Fahrrad und Hund sind relativ starr miteinander verbunden und der Hund in seiner hundlichen Kommunikation stark eingeschränkt.

3. Leinen sie ihren Hund auf JEDEN Fall an, wenn ihnen ein Spaziergänger mit sichtlicher Hunde-Angst begegnet.

Leider haben immer mehr Menschen eine richtige Hundepanik. Mir tun diese Leute unendlich leid, können sie doch in den seltensten Fällen entspannt spazieren gehen. Der Zuruf "meiner tut nichts" oder "der will nur begrüssen" oder..... Mal ganz ehrlich: wenn Sie vor irgendetwas große Angst haben (Spinnen vielleicht???) hilft es ihnen dann, wenn sie wissen, daß ihnen dieses Tier"chen" nicht gefährlich werden kann?

(dazu eine kurze Geschichte: ich war mit Sarah im Wald unterwegs und da sie überhaupt keine jagdliche Ambitionen hatte, lief sie ohne Leine. Irgendwann kam mir in großer Entfernung eine Joggerin entgegen die immer langsamer wurde. Die junge Frau entspannte sich auch nicht, als ich Sarah neben mich rief und sie dort auch blieb - im Gegenteil, die Joggerin hielt an. Also hab ich Sarah angeleint. Als die Joggerin auf gleicher Höhe war lächelte sie mir zu und bedankte sich mit den Worten: Vielen Dank, ich habe leider große Angst vor Hunden. Von mir ebenfalls ein Lächeln und ein "klar, ist doch selbstverständlich". Die ganze Aktion hat keine Minute länger gedauert - auch für die angstgeplagte Joggerin nicht!)

4. Nehmen sie IMMER Tüten für die Hinterlassenschaft ihres Hundes mit.

Es würde mit ziemlicher Sicherheit weniger Hundehasser geben wenn alle Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihresHundes innerorts immer wegräumen würden. Die Begründung mit "ich zahle schließlich jede Menge Hundesteuer" gilt meiner Meinung nach nicht, den die Garten- oder Schuhbesitzer bekommen von der Hundesteuer keinen Cent.
Außerorts wäre es ein Gedanke wert Grasstreifen neben asphaltierten Wegen Hundekotfrei zu halten, da diese oft die einzigen Ausweichzonen sind wenn Fahrzeuge entgegen kommen.

Ich, und vor allem meine Kinder, stehen nie in den Kothaufen unserer Hunde - dafür öfters in denen anderer Hunde. Um wieviel ärgerlicher muß es sein, wenn man selber gar keinen Hund hat, aber Hundesch.... an den Schuhen.

5. Leinen sie ihren Hund bitte an wenn Sie mit ihm im(am) Wald(-rand) spazieren gehen, es sei denn, sie würden um 500 Euro wetten, daß sie ihn in ihrem Einwirkungsbereich halten können.

Gerade im Frühjahr verstecken sich viele Tierjunge in Waldrandnähe im Gras. Ein Hund muß schon einen sehr guten Grundgehorsam haben und diesen auch bei Wildbegegnungen zeigen können um den Verlockungen einer Rehhatz zu wiederstehen. Und Jäger haben bei wildernden Hunden die Erlaubnis zu schießen.
Dazu sei außerdem noch gesagt, daß es für jedes Bundesland eigenständige Jagdverordnungen gibt. In manchen wird ausdrücklich der Leinenzwang im Wald erwähnt, bei anderen muß sich der Hund im Einwirkungsbereich seines Halters befinden (wieweit der geht, steht leider nicht drin).

Darum leinen sie Ihren Vierbeiner lieber an solange sie nicht 200% sicher sind, daß er bei Ihnen bleibt. Es bringt keinem seinen Hund zurück wenn ihn der Jäger zu Unrecht abschießt.